Ich bin Wilko und seit 2022 in der Ergotherapie und Physiotherapie im Therapiezentrum Poerschke. Zuvor war ich in einer anderen Praxis in Behandlung. Meine Erkrankung begann bereits 2018. Am Anfang stand eine neurologische Erkrankung ohne klare Diagnose im Raum. Ich hatte starke Spastiken und große Schwierigkeiten, die Kontrolle über meine Beine zu behalten. Dazu kamen unkontrollierte Zuckungen, die meinen Alltag stark eingeschränkt haben.
Zu dieser Zeit konnte ich maximal fünf Meter ohne Hilfsmittel gehen. Meist war ich auf den Rollstuhl angewiesen und zusätzlich auf einen Gehstock. Selbst kurze Wege waren extrem anstrengend und unsicher. Gemeinsam mit dem therapeutischen Team im Therapiezentrum Poerschke habe ich dann ein intensives Gangtraining begonnen, immer in enger Kombination mit ärztlicher Betreuung und klaren therapeutischen Zielen.
Über die Zeit haben sich deutliche Verbesserungen gezeigt. Schritt für Schritt wurde meine Bewegung sicherer, kontrollierter und kräftiger. Mittlerweile kann ich mich wieder frei bewegen und habe nur noch leichte Einschränkungen. Treppen steigen ist wieder möglich, ich kann in die Stadt gehen und auch längere Wege wie einen Einkauf im Supermarkt zu Fuß bewältigen.
Den Rollstuhl nutze ich heute nur noch als Sportgerät, zum Beispiel für Aktivitäten mit meinem Hund oder für das Handbike. Dinge, die früher kaum oder gar nicht möglich waren, gehören wieder zu meinem Alltag. Auch ins Kino zu gehen, was mit dem Rollstuhl früher sehr mühsam war, funktioniert jetzt wieder problemlos.
Der Weg war lang und fordernd, aber die kontinuierliche Therapie, das gezielte Gangtraining und die enge Zusammenarbeit aller Beteiligten haben mir ein großes Stück Selbstständigkeit und Lebensqualität zurückgegeben.
