SRT-Therapie

Die Stochastische Resonanz-Therapie

srt-3_kleinEin Expertenteam an der Universität Frankfurt hat ein Trainingsgerät entwickelt, das durch variable Vibrationsreize das Zusammenspiel von Gehirn und Muskulatur trainiert und so Bewegungskoordination und Reflexe verbessert. Die Therapiemethode wird u.a. auch zur Therapie von neurologischen Krankheitsbildern wie zum Beispiel Parkinson oder Multipler Sklerose erfolgreich angewendet. Bewegungen werden flüssiger und sicherer, so dass sich Stolper- und Fallraten der Patienten deutlich verringern.     

So wirkt die Stochastische Resonanz-Therapie

Vibrationsreize bewirken im Körper kurzfristig relativ starke muskuläre und neuronale Aktivitäten.

Es kommt zu einem besseren Gleichgewicht und einer verbesserten Gehfähigkeit durch die erhöhte Koordinationsfähigkeit.

Die Basis dafür bilden längerfristige Anpassungen, nämlich Umbauprozesse im Nervensystem, die durch den stochastischen Resonanzreiz ausgelöst werden.

In der Folge kommt es zu: 

  • Verbesserung des motorische Lernens durch Optimierungsrt-4_klein der Informationsselektion im Gehirn und Freisetzung von Neurotransmittern (z.B. Dopamin)
  • Verbesserung der Funktionsweise und des Wachstums neuronaler Zellverbände und Schutz der Nervenzellen
  • Verbesserung der Aktivierung von Hirnarealen
  • Verbesserung der Gehfähigkeit und der Gleichgewichtsregulation durch optimierte Wahrnehmung und Reflexsteuerung
  • Verbesserung des Knochenstoffwechsel und Erhöhung der Knochenfestigkeit

 

So funktioniert die Stochastische Resonanz-Therapie

Die Stochastische Resonanz-Therapie  baut auf einer der wichtigsten Funktionen des menschlichen Nervensystems auf: Durch zahlreiche Rezeptoren (Sensoren) in der Muskulatur, den Sehnen,der Haut, den Gelenken usw. ist der Mensch in der Lage festzustellen, in welcher Position sich sein Körper oder einzelne Teile seines Körpers befinden, d.h., ob er z. B: steht oder sitzt, oder ob und wie er sich bewegt. Melden die Rezeptoren immer das Gleiche, beispielsweise wenn sich der Körper gar nicht oder nur gleichförmig bewegt, werden diese Meldungen für das Gehirn uninteressant. Werden allerdings ständig wechselnde, neue Meldungen erzeugt, wird das Gehirn aktiviert. Gleichzeitig wird es trainiert, diese neuen Informationen schnellstmöglich zu verarbeiten. Je besser dies funktioniert, desto besser kann auch die Muskulatur durch das Gehirn gesteuert werden. Wenn man kein Muskeltraining macht, bzw. sich zu wenig bewegt, bildet sich die Muskulatur zurück, ähnliches passiert auch im Nervensystem. Werden Nervenzellen nicht laufend aktiviert, nimmt der Informationsfluss ab. Mit der Stochastischen Resonanz Therapie kann man dagegen wirken. Das passiert während einer Stochastischen Resonanz-Therapie Die Stochastische Resonanz-Therapie wird mit einem speziell entwickelten Gerät durchgeführt auf dessen beiden Fußplatten der Patient steht. Diese Fußplatten bewegen sich mehrdimensional und mit einer Grundfrequenz zwischen vier und acht Hertz, und führen zu einer ständigen Destabilisierung des Gleichgewichts. Um eine schnellere Wahrnehmung des Signals zu erreichen, wird die Grundfrequenz von zufälligen (stochastischen) Störfaktoren unterbrochen.

Das SRT kann bei folgenden Diagnosen eingesetzt werden:

  • SRT_1_2014Allgemeine Gleichgewichts- und Koordinationsbeschwerden
  • Allgemeine Sturzgefährdung
  • Amyothrophische Lateralsklerose (ALS)
  • Ataxie
  • Bandplastiken
  • Harn Inkontinenz
  • Endoprothesen
  • Frakturen
  • Muskuläre Dysbalance
  • M. Parkinson
  • M.Sudeck
  • Multiple Sklerose (MS)
  • Neuropathien
  • Osteoporose
  • Querschnittslähmung u.ä.
  • Restless Legs Syndrom (RLS)
  • Rupturen
  • Schädel-Hirn-Trauma
  • Schlaganfall